Hallo!
Darf ich vorstellen: Henriettes Hinterteil.
Henriette ist mein treues Breezer‑Bike – und längst mehr als nur ein Fahrrad. Eine echte Diva und zugleich eine robuste „Bauerntralle“, die auch mal harte und fragwürdige Wege nimmt. Über sie werde ich hier immer wieder schreiben, denn sie hat – zur Verwunderung mancher – eine eigene Persönlichkeit und „kommuniziert“ gern mit mir. Ich bin Stephan – der Typ der so komisch von oben schaut. Wir beide, Henriette und ich, haben schon einiges erlebt, und ich bin gespannt, wohin es uns noch verschlägt.
Ich nehme euch gerne mit – auf Tagestouren, Reisen und spontane Ausflüge. Für mich sind diese Erlebnisse mehr als Bewegung oder Urlaub. Sie sind bewegend im doppelten Sinne: körperlich und emotional. Wer hätte gedacht, dass ich einmal mit eigener Kraft Ziele erreiche, die früher unvorstellbar waren? Damals, mit rund 40 Kilo mehr auf den Rippen, waren drei Kilometer auf dem Rad eine kleine Sensation. Heute fahre ich Strecken über 250 Kilometer – und das Gefühl ist noch immer dasselbe: Stolz, Freude, Freiheit. Es ist anders als früher, aber genauso schön. Ich liebe es, den Kopf auszuschalten, einfach zu treten – mich auch mal zu quälen – und das Ziel zu erreichen.
Am Ende geht es mir vor allem um das Gefühl: mit mir zu sein, die Welt mit wachen Augen und offenem Herzen zu erfahren – das Leben und das, was uns geschenkt wurde, wertzuschätzen und zu genießen.
Schön, dass du dabei bist. Viel Spaß beim Lesen und Mitradeln.
Tag 3 / Sommertoutr 2025
➡︎ 80,1 km, ⬆︎ 1180 m, ⬇︎ 460m
Im Sand vor meinem Zelt laufen super viele kleine, garstige Mädels und Jungs (Ameisen) rum, die anfänglich ins Zelt geklettert sind und gebissen oder – besser – gepullert haben. <- keine Erziehung 😊 Also den Zelteingang mit Autan besprühen, das hat super geholfen.
Eine Erfrischung in der Saalach und ein Happen Pappen mit Kaffee.
Zusammenpacken und die sperrige Henriette durch das sandige Dickicht pressen. Da bemerkt man erst, wie schwer das Mädel wirklich ist.
Tag 2 / Inn, Sulzach in die Alpen
➡︎ 141 km, ⬆︎ 790 m, ⬇︎ 640m
Von Reichenberg (A) über Braunau, an die Salzach nach Salzburg weiter in die Alpen, hinter Bad Reichenhal.
Heute, am dritten Tag, bin ich 141 Kilometer und 790 Höhenmeter gestrampelt. Es ging über Braunau am Inn weiter runter entlang des Flusses, der alles andere als in einem natürlichen Flussbett fließt und eher an einen riesigen See ohne Schiffsverkehr erinnert. Dennoch gibt es seitlich hinter den Dämmen oft alte und große Flusslandschaften mit mückenfreundlicher Habitation.
Mir ist aufgefallen, dass die Dächer der Kirchtürme in der Gegend mega lang und spitz sind – gerade Flanken oder als Zwiebelturm mit vielen übereinandergestapelten Zwiebeln.
Tag 1 / Bayrischer Wald und Inn
➡︎ 144 km, ⬆︎ 1900 m, ⬇︎ 2030m
Für den Start war das heute, am ersten Tourtag, doch ziemlich heftig. Es ist vielleicht nicht so viel, aber dieses ständige Auf und Ab, die teils ziemlich steilen Anstiege und die ungünstigen Untergründe machen es doch anstrengend. Wir dürfen nicht vergessen: In den letzten Tagen wurde gut getrunken und kein Sport betrieben – und auch wenn ich es gern verdränge: 46 ist halt auch nicht mehr 45 ½.
Aber um es auf den Punkt zu bringen: Der Tag war schön. Der Start bei Tina und Mathias, am Osser vorbei, über den kleinen Arbersee, Brennes und Arber, runter in den Nationalpark Bayerischer Wald – Lusen, Rachel (ich musste immer ans Forsthaus Falkenaudenken, diese alte Serie, die dort spielte) –, das wunderschöne Ilztal, hoch und runter ins romantische Passau, rüber nach Österreich und den Inn gen Süden.
Ziemlich gerädert und mit qualmenden Füßen habe ich das Nachtlager aufgeschlagen. Hoffentlich kann Henriette hier Energie für morgen sammeln. Sie hat schon wieder so viel mitgenommen, und ich bin fast versucht zu sagen: schwere, fette Truller. Aber bei dem düsteren Sommerwetter der letzten Tage hätte ich fast die Ausrüstung einer Arktis-Expedition eingepackt.
Doch was habe ich bitte für ein Glück, dass ich erst so spät losgekommen bin… Bumms! – herrlichstes Sommerwetter! Es waren heute so schöne Perspektiven: die Natur, das Licht, die Ortschaften mit den typischen Dächern und blumengeschmückten Balkonen – und zwischendrin die echt alten und schiefen Waldlerhäuser.
Morgen geht’s weiter… hoffentlich schaukelt es in der Hängematte nicht zu heftig.
Es muss mal wieder sein
Eigentlich wollte ich dieses Jahr eine längere Tour von 6 Wochen machen... oder vielleicht sogar länger. Aber wie das Leben so läuft, läuft es manchmal so, dass man umdisponieren muss.
Bis Juli hatte ich nicht wirklich Zeit mir überhaupt näher Gedanken zu machen und ich hatte nichts wirklich geplant und ins Auge gefasst. Da es mit meinen ToDos und Aufgaben zeitlich und finanziell nicht wirklich möglich war wusste ich es wird maximal was kleines. Ich war schon ziemlich traurig und genervt.
Als dann meine beste Freundin Martina meinte ob ich die erste Augustwoche nicht im Bayrischen Wald sein möchte und von dort aus etwas am Rechner arbeiten will dachte ich: Ach gute Idee, dann kommst wenigstens raus und dann sponn ich weiter... Vielleicht kann ich vom Woid aus, ein bis zwei Wochen mit Henriette etwas Pässe fahren.
Und so mache ich es jetzt auch. Ich habe ein paar Punkte/Highlights ausgesucht die ich vielleicht ansteuere, bei dessen betrachten ich bereits bei der Planung angefangen habe zu schwitzen😀
Also schauen wir mal wie und wohin Henriette und ich dieses Jahr radeln. Ich freue mich schon leicht!
Zum Tag der offenen Tür in die Villa Calm / Bernburg
Heute ging’s wie so oft nach Bernburg – die Bewohner hatten eingeladen und sich gewünscht, dass auch ich vorbeikomme.
Die Bewohnerinnen und Bewohner haben aus eigener Initiative einen Tag der offenen Tür organisiert, um die Villa sichtbarer zu machen – und vor allem, um neue Mitbewohner und Mitbewohnerinnen zu finden, die das Leben in Gemeinschaft gut finden. Denn durch Studienwechsel und -abschlüsse gibt es zurzeit einige Veränderungen.
Also kombinierte ich den Tag der offenen Tür mit dem Wunsch, zu radeln.






























































































































































