Tagestouren 2026

➡︎ 243 km, ⬆︎ 1.680 m

Auch wenn es projektbezogen gerade eng ist: Ein Tag in der Woche ist Stephans-Tag. Heute, am Sonntag, bevor Henriette morgen ihren wohlverdienten Wellness-Tag mit einem Retread einlegt und es am Donnerstag zum Arbeiten nach Bayern geht, schauen wir, dass wir heute den aus Süden kommenden Wind etwas kreuzen, um irgendwann vom Süden wieder hochzufahren. Mal schauen, wie es klappt.

Durch die hügelige Börde geht’s Richtung Niedersachsen. Ich muss daran denken, wie eine Dame mal zu mir meinte, nachdem sie im Urlaub in der Toskana war, da fährt sie nie wieder hin, da die Börde genau so aussehe … Ich weiß bis heute nicht, ob die Frau vielleicht arg Drogen genommen hatte, um zu dieser Aussage zu kommen.

Ab Goslar ging es hoch am Fuße des Harzes Richtung Wernigerode, über Bad Harzburg und Ilsenburg, früher ziemlich hart an der Grenze zum Zonengrenzgebiet. Hier waren wir als Kinder im Urlaub. Das Heim, die Massenunterkunft für urlaubshungrige DDR-Bürger, in dem wir damals untergekommen sind, ist heute ein Sternerestaurant.

Hinter Wernigerode noch mal bergauf und bei Blankenburg ging es über den Harzer Mühlenweg, der das Adrenalin etwas in die Höhe steigen lässt, da es teilweise sehr abschüssig, schmal, matschig und nah am Wasser verläuft, Richtung Halberstadt und dann heimwärts.

Mit ordentlich Nacken vom ganzen Hoch-und-runter-Schottern falle ich nach 243 Kilometern und 1.680 Höhenmetern ziemlich k. o. ins Bett.

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